Einzeltherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Ernährungstherapie bei Essstörungen
Ernährungstherapie bei Essstörungen
Essstörungen haben häufig tieferliegende emotionale Ursachen. Spürbar werden sie dort, wo Essen, Körpergefühl und Alltag aufeinandertreffen. Gedanken kreisen unaufhörlich um Essen und Nicht-Essen, um Gewicht, Kontrolle oder vermeintlich erlaubte und verbotene Lebensmittel. Der Zugang zu Hunger, Sättigung und anderen körperlichen Bedürfnissen kann dabei zunehmend verloren gehen. Essen wird so zum sichtbaren Ausdruck innerer Not und zugleich zu einem wichtigen Ansatzpunkt für Veränderung. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das, was uns jeden Tag begleitet: das Essverhalten und die Gedanken und Gefühle, die damit verwoben sind. Wenn wir über Essen sprechen, sprechen wir immer auch über Bedürfnisse, Gefühle, Grenzen und Selbstwert. Diese Gespräche – mal leicht, mal herausfordernd – können Türen öffnen, neue Wege sichtbar machen und Bewegung in festgefahrene Muster bringen.
Gemeinsam …
Ernährungswissen wird dabei behutsam ins Erleben integriert, damit Essen wieder als etwas Natürliches, Menschliches und weniger Bedrohliches erlebt werden darf.
Ärztlich verordnete Ernährungstherapie ist erstattungs- und beihilfefähig.
Getrennte Gruppen für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene
Der Übergang von der Klinik zurück in den Alltag ist eine besonders sensible Phase. Strukturen, die während der intensiven Behandlung Halt und Sicherheit gegeben haben, treffen erneut auf alte Herausforderungen und auf Situationen, in denen die Essstörung früher sehr präsent war – oder noch immer ist. Die poststationäre Nachsorgegruppe (14-tägig) bietet einen geschützten Rahmen, um das Erreichte zu stabilisieren, Sicherheit im Alltag zu gewinnen und den weiteren Weg nicht allein gehen zu müssen.
Was Sie oder Ihr Kind in der Gruppe erwartet:
Die Inhalte orientieren sich an den aktuellen Themen und Bedürfnissen der Gruppe. Die Teilnahme ist nach einem kostenlosen Vorgespräch und einem Anamnesegespräch möglich. Bei Bedarf können begleitende Einzelgespräche vereinbart werden.
Gemeinsam finden wir heraus, ob diese Gruppe aktuell der passende Rahmen für Sie oder Ihr Kind ist.
Raum für Ihre Fragen, Sorgen und Bedürfnisse
Wenn ein Kind oder ein nahestehender Mensch von einer Essstörung betroffen ist, tauchen bei Eltern, Familien und Bezugspersonen viele Fragen auf: Mache ich etwas falsch? Wie kann ich helfen ohne Druck auszuüben? Soll ich Grenzen setzen oder lieber nachgeben? Was sage ich beim Essen – was besser nicht? Muss ich jede Mahlzeit begleiten? Muss ich immer das kochen, was mein Kind sich wünscht (oder verlangt)? Der (Ess-)Alltag verändert sich spürbar. Mahlzeiten werden angespannt, Gespräche unsicher.
Viele Eltern und Angehörige erleben ein ständiges Hin- und Her zwischen Fürsorge und Kontrolle – begleitet von der Sorge, die Situation unbeabsichtigt zu verschärfen oder „etwas falsch zu machen“.
In der ernährungstherapeutischen Begleitung von Familien und Bezugspersonen setzen wir genau hier an. Gemeinsam schauen wir darauf, was Sie brauchen, um wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
Dabei steht nicht im Mittelpunkt, die betroffene Person „zum Essen zu bringen“ oder „geradezurücken“. Vielmehr geht es darum, die Dynamiken der Essstörung besser zu verstehen und Handlungssicherheit zurückzugewinnen. Es darf leichter werden – auch für Sie.
Im Erstgespräch nehmen wir uns Zeit, uns in Ruhe kennenzulernen und gemeinsam zu schauen, welche Unterstützung für Sie oder Ihr Kind sinnvoll ist.
Sie bringen ein, was Ihnen wichtig ist – Fragen, Sorgen, erste Ziele. Ich erläutere Ihnen Ablauf und Rahmenbedingungen und bespreche bei Bedarf auch direkt die Möglichkeiten der Kostenübernahme.
Ich unterstütze Sie bzw. Ihr Kind unter anderem bei:
Ich begleite Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit Essstörungen.
Die Begleitung richtet sich dabei immer nach dem individuellen Entwicklungsstand und den persönlichen Zielen.
In meiner Ernährungstherapie verzichte ich in der Regel auf feste Esspläne. Stattdessen liegt der Fokus auf der Entwicklung eines flexiblen, selbstbestimmten Essverhaltens. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit Essen aufzubauen sowie die Wahrnehmung von Hunger, Sättigung und individuellen Bedürfnissen zu stärken, um einen inneren, nicht extern gesteuerten Zugang zur Ernährung zu fördern.
In bestimmten Situationen kann es jedoch sinnvoll sein, zeitlich begrenzt mit einem Essplan zu arbeiten. Dies erfolgt ausschließlich dann, wenn der Essplan stabilisierend wirkt und unterstützend erlebt wird – nicht, wenn er Druck, Kontrolle oder starre Strukturen fördert. Die Indikation sowie die konkrete Ausgestaltung eines Essplans werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf im interdisziplinären Austausch angepasst.
So lange, wie es für Sie oder Ihr Kind hilfreich ist.
Die Anzahl, Dauer und Häufigkeit der Termine richten sich flexibel nach Ihrem Bedarf.
Ein unverbindlicher Ablauf- und Kostenplan dient Ihnen als Orientierung. Als Rückfallprophylaxe haben sich mehrere aufeinanderfolgende Sitzungen mit größerem zeitlichem Abstand bewährt.
Mein Stundensatz (60 Minuten) beträgt 90 €, eine 30-minütige Beratung wird mit 45 € berechnet. Die Höhe meiner Leistungssätze orientiert sich an den Honorarempfehlungen für freiberufliche Ernährungsfachkräfte des BerufsVebandes Oecotrophologie e.V. (VDOE).
Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die ernährungstherapeutische Einzelberatung in der Regel bis zu 100 %, sofern eine ernährungsabhängige Erkrankung vorliegt. Im Erstgespräch informiere ich Sie gerne über die bisherigen Erfahrungen mit Ihrer Krankenkasse. Für den Antrag – der rein formaler Natur ist und in der Regel problemlos bewilligt wird – benötigen Sie lediglich eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung. Das passende Formular sowie alle wichtigen Informationen finden Sie hier übersichtlich zusammengefasst.
Privatversicherte, Beamt:innen sowie Versorgungsempfänger:innen finden die relevanten Informationen zur Kostenübernahme ebenfalls hier.
Die Kosten für Gruppentherapieangebote teile ich Ihnen gerne auf Anfrage mit.
Ja – Termine sind vor Ort und online möglich.
Die Arbeit am Symptom Essen ersetzt keine Psychotherapie – sie ergänzt sie sinnvoll. Besonders wirksam ist Ernährungstherapie, wenn sie eng mit einer psychotherapeutischen Behandlung vernetzt erfolgt.
Hilfreich ist sie insbesondere:
Gerne unterstütze ich Sie oder Ihr Kind bei der Suche nach einer passenden psychotherapeutischen Anbindung.
Die Berufsbezeichnungen „Ernährungsberater:in“ und „Ernährungstherapeut:in“ sind in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet: Jede Person kann sich so nennen – auch ohne fundierte Ausbildung oder wissenschaftlich belegte Arbeitsweise.
Achten Sie deshalb bei der Auswahl einer qualifizierten Ernährungsfachkraft darauf, dass
Ich weise meine Qualifikation über das E-Zert-Zertifikat nach und bin damit krankenkassenanerkannt.
Ernährung ist ein komplexes und sensibles Thema, das eine qualifizierte und wissenschaftlich fundierte Begleitung erfordert. Ein kurzer Kurs, ein Wochenendseminar oder eine rein erfahrungsbasierte Beratung bzw. Therapie ohne entsprechende fachliche Qualifikation reicht hierfür nicht aus.
Eine Ernährungsberatung richtet sich an gesunde Menschen, die ihre Ernährung in besonderen Lebensphasen – etwa während einer Schwangerschaft – oder im Sinne der Gesundheitsvorsorge anpassen möchten. Im Unterschied zur Ernährungstherapie ist hierfür keine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung erforderlich.
Eine Ernährungstherapie hingegen begleitet Menschen mit einer Erkrankung, zum Beispiel einer Essstörung, und ist fester Bestandteil der therapeutischen Behandlung.
Ich arbeite ausschließlich ernährungstherapeutisch.
Es ist noch etwas unklar? Melden Sie sich gerne